Maik Sommer ist neuer Pfarrer in Marienheide

Pfarrer Maik Sommer (Foto: Birgit Niemand)
Maik Sommer empfängt den Segen von Superintendant Jürgen Knabe (links), rechts: Georg-Wilhelm Overbeck 1. Vorsitzender des Presbyteriums (Foto: Birgit Niemand)
Maik Sommer, Superintendent Jürgen Knabe, Georg-Wilhelm Ob´verbeck
Einen herzlichen Segenswunsch bekam Maik Sommer von seinem Vorgänger Pfarrer Kai Berger, der in die Kirchengemeinde Wuppertal-Beyenburg gewechselt ist. (Foto: Kirchenkreis An der Agger/V. Marzinski)
Maik Sommer und Kai Berger

Die Evangelische Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide mit 3000 Gemeindegliedern hat seit dem 1. Oktober einen neuen Pfarrer. Jetzt wurde er feierlich eingeführt.
Am Sonntag,03.11.2019 führte Superintendent Jürgen Knabe Maik Sommer offiziell als neuen Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide ein. Den Gottesdienst gestaltete musikalisch der Kirchenchor der Gemeinde und das Sing-Team. Knabe freute sich über die fast nahtlose Übergabe der Pfarrstelle. Durch langjährige gute Kontakte mit seinem Vorgänger, Pfarrer Kai Berger, entstand eine Beziehung zur Kirchengemeinde Müllenbach-Marienheide, die sich im Auswahlverfahren und in der Wahl am 8.7.2019 bestätigte.

Zufriedenheit auf der To-do-Liste

Zu Beginn seiner Einführungspredigt provozierte Maik Sommer, indem er die Worte des Paulus (an die Philipper) aus dem Kontext riss und behauptete: „Ich kann alles“ und „Ich bin ein Alleskönner, mir ist nichts unmöglich.“ Doch schnell stellte er klar, dass man diese Sätze nicht allein stehen lassen kann. Zum einen müsse der gesamte Bibeltext aus Philipper 4,10-13 gelesen und beachtet werden, sowie das Ganze im Kontext gesehen werden. Paulus spreche hier zu den Phillippern und fordere auf, einander zu unterstützen. „Ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zurecht zu kommen“, sagte Paulus, der in seiner Nachfolge viele Höhen und Tiefen erlebt habe und voll Zuversicht spreche, betonte Sommer, der sehr eindrucksvoll auf den Text einging.

In Anknüpfung daran stehe für ihn auf der To-Do-Liste insbesondere die Zufriedenheit. Dies bedeute nicht, alles so zu lassen wie es sei – das wäre Gleichgültigkeit. Die geschenkten Talente einsetzen sei wichtig und dabei schenke Christus die Kraft für die verschiedenen Lebenslagen und Herausforderungen, denn so heiße es in Vers 13: „Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt“.

Auf den Wochenspruch aus Micha 6, 8 - „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und achtsam mitgehen mit deinem Gott“ – ging Superintendent Knabe in seiner Einführung ein. Die Kernsätze fassten zusammen, wie man angemessen und richtig zu leben habe – nicht nur im Verhältnis zu Gott, sondern auch im Miteinander in der Gemeinschaft, so Knabe.

Insbesondere habe der Aufruf, Recht zu halten eine besondere Bedeutung, denn dies fordere dazu auf: „Setzt euch für Gerechtigkeit ein“. Die Kirche habe klar Position zu beziehen gegen Stigmatisierung und im Verweis auf die Menschenwürde. Dabei werde gegenseitiger Respekt und Achtung abverlangt.
Hierzu schloss Maik Sommer in seiner Predigt den Bogen, indem er darauf hinwies, dass jedes Geschöpf mit gleicher Gültigkeit und nicht gleichgültig zu behandeln sei.

Segen für die gesamte Familie

Der musikalische und sportliche Maik Sommer ist mit seiner Frau Anette und den drei Kindern seit Oktober in Marienheide tätig. Er wuchs in Wuppertal-Elberfeld auf und hat seine geistlichen Wurzeln in der Landeskirche und im CVJM. Sein Theologiestudium absolvierte er an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal sowie an den Universitäten in Münster und Tübingen. In der Apostel-Kirchengemeinde auf dem Tackenberg begleitete er die Leitbildentwicklung der Gemeinde, neue Gottesdienstformate mitgestaltet und am Ausbau der gemeindlichen Jugendarbeit mitgewirkt.

In der Kirchengemeinde Cochem wirkte er ab 2004. Hier gründete er eine Jugendgemeinde, die mit lebendigen Gottesdiensten am Samstagabend viele junge Menschen anzog - von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wurde dieses Projekt im Rahmen der Reformationsdekade besonders ausgezeichnet.

Im Einführungsgottesdienst in Marienheide, an dem auch der Marienheider Bürgermeister Stefan Meisenberg teilnahm, wurden dem neuen Pfarrer viele gute Worte zugesprochen.

Sommers Vorgänger Kai Berger sprach gemeinsam mit seiner Frau Anja am Ende des Gottesdienstes der gesamten Familie Sommer den Segen zu. (Foto: Birgit Niemand)
Kai und Anja Berger sowie Familie Sommer

Grußworte

Bei der Feier im Gemeindehaus gab es herzliche Grußworte, unter anderem von Pastor Stefan Hofmann von der Freien Evangelischen Gemeinde Gummersbach, Pfarrer Herbert Großarth aus Oberhausen als früherem Mentor, Harry Voss vom Bibellesebund, Pfarrer Timm Harder aus der Kirchengemeinde Vierthäler und Rüdiger Lancelle aus der Kirchengemeinde Cochem sowie vom Presbyterium durch den Vorsitzenden Georg-Wilhelm Overbeck und Presbyter Roberto Weyda.
Text: Kirchenkreis An der Agger / V. Marzinski

Fotos

Maik Sommer (4.von rechts) wurde im Beisein vieler Freunde und Kollegen eingeführt (Foto: Kirchenkreis An der Agger/V. Marzinski)
Der Kirchenchor beteiligte sich musikalisch am Gottesdienst (Foto: Kirchenkreis An der Agger/V. Marzinski)
Die Gemeinde begrüßt ihren neuen Pfarrer Maik Sommer (Foto: Birgit Niemand)